Erlebnis-Bauernhof Famlie Schappacher

Der Moschtkeller - die Besenwirtschaft

Straußwirtschaft oder Besenwirtschaft - wie auch immer man es nennen mag. Wir nennen unser Herzstück auf unserem Obsthof die Besenwirtschaft Moschtkeller. Hier gibt es von uns mit viel Liebe zum Detail angerichtete und erzeugte regionales kulinarische Essen und Getränke. Vom selbst erzeugten Moscht, über frisches Bauernbrot, leckere Vespergerichte und die legendären Dinnele (siehe unten) gibt es für alle Geschmäcker eine leckere Auswahl. Im liebevoll eingerichteten gemütlichen Moschtkeller gibt es rund 40 Plätze und bei tollem Wetter bietet die große Gartenterrasse mit lauschigen und natürlich geschmückten Nieschen weitere sonnige oder schattige Plätze für entspannte Stunden. Für Kinder ist ein großer Spielplatz direkt in Sichtweite und unser Pony und die Kaninchen freuen sich über Streicheleinheiten von den kleinen Gästen.

Wie es dazu kam? Unser Moschtkeller wurde früher als Lagerraum genutzt. Vor unserer Zeit muß es ein Weinkeller gewesen sein. Da wir nur ein kleines Stück Rebfläche besitzen, und der größte Anteil unserer Betriebsfläche Äpfel ausmacht, sind wir auf die Idee gekommen „Moscht“(Apfelwein) herzustellen. Wir lieben das gesellige Beisammensein, das Verwöhnen von Gästen und wollten unsere Produkte vermarkten. So entstand die Idee der Besenwirtschaft Moschtkeller.

Das genaue Alter des Hauses ist noch ein Geheimnis. Es war nur in Erfahrung zu bringen, dass ein Christian Schappacher, welcher 1820 in Ramsbach geboren wurde, mit seiner Frau auf diesem Hof lebte. Die beiden heirateten im Jahre 1845. So weiß man nur, dass die Vorfahren ab dieser Zeit hier lebten, man weiß aber nicht, ob das Haus nicht schon vorher erbaut wurde. Mutmaßungen zufolge ist der Keller älter (ca. 1750, geschätzt von einem Bauhistoriker). Ganz interessant sind die Lehmarbeiten an der Decke, die noch aus dieser Zeit oder sogar vorher stammen. Wir haben nur die Zwischenbalken gestrichen, die Lehmarbeiten wurden nicht bearbeitet. Ebenso konnte uns auch niemand sagen, wie die verzierten Stützbalken in den Keller kamen bzw. woher sie stammen. Für einen Keller sind sie sehr aufwendig gearbeitet, schauen Sie selbst.

Wir wünschen wir Ihnen einen wunderschönen Aufenthalt in unserem Moschtkeller. Lassen Sie sich für ein paar Stunden bei einem Glas Moscht und einem Dinnele in die gute alte Zeit zurückversetzen. Drinnen, daußen oder sogar in unserer Grillkota als Gruppe oder einfach mit einem Picknickkorb auf der Obstwiese auf einer gemütlichen Decke zu zweit. Wir sind auf Facebook zu finden, verbindet euch mit uns und bleibt informiert unter www.facebook.com/MoschtkellerOberkirch

Unsere Öffnungszeiten:
Do, 16. Juli bis So, 25. Oktober 2020
Do bis Sa ab 17 Uhr und So ab 16 Uhr

Was sind Dinnele

Das Dinnele ist eine bäuerliche Spezialität die im gesamten alemannischen Sprachraum beheimatet ist. Ganz oft ist sie in der Bodensee-Region zu finden.

Man kennt Dinnele auch unter den Namen: Weie, Dinne, Wähe, Dinnete und Dünnele. Soviel verschiedene Bezeichnungen es für das Dinnele gibt, soviel verschiedene Variationen gibt es auch.

Als man früher auf den Höfen Brot gebacken hat, wurde für das Mittagessen etwas Brotteig zur Seite gelegt. Man brauchte den ganzen Vormittag, um den Teig herzustellen, den Holzofenzu heizen und um sich um die Tiere zu kümmern. Da war dann meist keine Zeit mehr zur Vorbereitung eines Mittagessens. Das Dinnele wurde mit verschiedenen Dingen belegt. Eine ganz einfache Variation ist mit Schmand oder sogar nur mit grobem Salz. Da das Dinnele bei sehr hoher Temperatur (mind. 250 °C) gebacken wird, kam es vor dem Brot in den Ofen. War das Dinnele dann fertig konnte das Brot in den Ofen geschoben werden.

Auch wir backen heute noch unser Brot für den Moschtkeller in einem uralten Holzbackofen. Das Verfahren ist noch das gleiche wie anno dazumal. Zuerst wird im Ofen Holz angefeuert. Ist dies bis zu den Gluten verbrannt, werden diese an die Seiten geschoben. Dann wir der Ofen nass ausgewischt. Zwischenzeitlich hat man den Brotteig hergestellt und diesen eine Stunde ruhen lassen. Vom Anfeuern bis zum „Brot aus dem Ofen holen“ dauert es 3 Stunden. Gerne dürfen Sie oder Ihre Kinder dabei sein, sprechen Sie uns an.

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